FAQ - Die häufig gestellten Fragen in de.alt.soc.knigge: ======================================================== Vorbemerkung: Diese FAQ ist im Entstehen begriffen und naturgemäß unvollständig. Vorschläge zur Veränderung und Verbesserung sind den Maintainern ebenso willkommen wie zusätzliche Freiwillige, die sich zur Mitwirkung berufen fühlen. 1. Die Newsgruppe de.alt.soc.knigge 1.1 Charta de.alt.soc.knigge ist die internationale deutschsprachige Newsgruppe zum Thema 'Höflichkeit und gutes Benehmen im wirklichen Leben'. Die Gruppe ist unmoderiert. Die Charta der Gruppe lautet: Hier können Themen zu korrekten Umgangsformen in allen Bereichen des täglichen und nicht alltäglichen menschlichen Zusammenlebens diskutiert werden. Fragen z.B. zu angemessener Kleidung oder protokollarisch korrektem Verhalten sind ebenso erwünscht wie Diskussionen über landesspezifische Benimmregeln. Nicht erwünscht sind Beiträge, mit denen über ein angebliches Fehlverhalten in Computernetzen diskutiert werden soll. Hierfür existieren passendere Gruppen. 1.2 Anmerkungen und Tips für Usenet-Neulinge 1.2.1 Allgemeines Solltest Du neu im Usenet sein, lies bitte die Texte in news:de.newusers.infos. Spezielle Fragen zum Usenet kannst Du in news:de.newusers.questions stellen. Wenn Du das Programm 'Outlook Express' als Newsreader verwenden willst, beachte bitte zusätzlich noch http://oe-faq.de Hinweise zum sinnvollen Zitieren im Usenet findest Du unter http://learn.to/quote. Gerade in einer Gruppe, die sich mit Höflichkeit beschäftigt, sollte es selbstverständlich sein, seinen Postings auch ein angemessenes Äußeres zu geben. 1.2.2 Was bedeutet 'MUHEN'? 'Meinem Unmaßgeblichem HöflichkeitsEmpfinden Nach' Es ist eines der auch sonst im Usenet sehr beliebten Akronyme (http://www.acronymfinder.com), das allerdings nur hier in news:de.alt.soc.knigge verbreitet ist. Erstmals verwendet wurde von Michael Dahms in: Message-ID:<3E353BC1.6CDF3F91@fh-flensburg.de> Angelehnt ist es an das fast nur in der Newsgruppe news:de.etc.sprache.deutsch verwendete 'MUSEN' ('Meinem Unmaßgeblichen SprachEmpfinden Nach'). 1.3 Mitwirkende an der FAQ Chris Kurbjuhn Michael Diederich Hans-Georg Bickel mailto:knigge@md-d.org 1.4 Webpräsenz http://knigge.md-d.org 2. Einführung in die FAQ Fragen zum Thema Höflichkeit kann man häufig nicht mit 'Ja' oder 'Nein' oder sonst eindeutig beantworten. Immer kommt es dabei auf die konkrete Situation an und erfordert Fingerspitzengefühl. Peter Becker schrieb dazu in MID <1043913352.291920@nbgm66x> | Echte Höflichkeit orientiert sich am Mitmenschen, seiner Persönlichkeit, | seinem Verhalten und den verbalen und nonverbalen Signalen die man von ihm | aufnimmt. | | Der Rückzug auf starre Regeln ist IMO in der Regel eine Flucht. | Eine Ablehnung des Menschen, der wirklich hinter der Oberfläche des | Gegenüber steckt, eine Verweigerung der Mühe, die eine solche Höflichkeit | kostet, und ein sich Drücken vor der Verantwortung für die Fehler, die man | dabei auch beim besten Willen machen kann. Eine FAQ kann daher nur die wichtigsten Grundregeln nennen und Denkanstöße dazu geben, was in einem bestimmten Fall höflich ist und was nicht. 3. Die einzelnen FAQs 3.1 Wer war der Namenspatron unserer Gruppe? Adolph Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge, geboren am 16.12.1752, studierte Jura und war dann Hofjunker und Assesor der Kriegs- und Domänenkasse Kassel. Knigge schloß sich dem Illuminatenorden an und geriet dadurch beim Adel in Verruf. Er übersetzte einige Schriften von Rousseau und verfasste mehrere Bücher. Sein bekanntestes ist 'Über den Umgang mit Menschen', das dazu führte, daß sein Name bis heute noch als Synonym für Hoeflichkeit und gutes Benehmen gilt. Es ist im Netz zu finden unter: http://projekt.gutenberg.de/knigge/umgang/umgang.htm 3.2 Darf ich Sie duzen? In dieser Gruppe duzen wir uns, den Gepflogenheiten im deutschsprachigen Usenet entsprechend, da hier das Siezen von vielen als unhöflich aufgefaßt wird. Im wirklichen Leben ist das Thema weit sensibler. Wird das 'Du' angeboten, so geht die Initiative für gewöhnlich vom Älteren, Höherstehenden oder Vorgesetzten aus. Zwischen Mann und Frau geht die Initiative stets von der Frau aus. Ist der Mann der Ältere oder Höhergestellte, so kann die Initiative auch von ihm ausgehen, sofern der Alters- oder Hierarchieunterschied nicht zu groß ist. Das gilt entsprechend, wenn die Frau einem älteren Mann das 'Du' anbieten will. Das 'Du' ablehnen: Dies ist ein sehr sensibler Bereich. Grundsätzlich sollte man das 'Du' nur anbieten, wenn das Gespür einem sagt, daß es auch angenommen werden wird. Michael Dahms hat in Message-ID: dazu geschrieben: | Ich habe einmal einem Mitarbeiter auf das Duzen vorbereitet, indem ich | gefragt habe: "Wollen wir uns gleich Duzen oder uns erst noch besser | kennenlernen?" Er hat geantwortet: "Erst noch besser kennenlernen." 2 | Jahre später waren wir selbstverständlich per Du. Analog dazu kann man ein angebotenes Du natürlich auch mit einem Satz wie 'Mir wäre es lieber, wir bleiben beim Sie, bis wir uns noch ein bißchen besser kennengelernt haben.' ablehnen, man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, daß man sich auf sehr dünnem Eis bewegt, wenn man ein Du ablehnt. Die Ablehnung kann - wenn sie nicht mit größtmöglichem Fingerspitzengefühl erfolgt - sehr leicht als Unhöflichkeit, wenn nicht gar als Beleidigung aufgefaßt werden." Das 'Du' wieder entziehen: Ein einmal angebotenes und auch angenommenes 'Du' wieder zu entziehen, ist - sofern das "Du" zuvor ein beiderseitiges freundschaftliches war - meist eine bewußte gesellschaftliche Ächtung, die nach außen dokumentiert werden soll. Man kündigt dem Gegenüber damit nicht nur die Freundschaft, das Entstehen einer Feindschaft ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, meist unausweichlich. Sollte man jedoch 'irgendwie' in ein Duz-Verhältnis geraten sein, das einem im Nachhinein nicht angemessen erscheint oder unangenehm ist, so kann man unter Umständen mit dem nötigen Fingerspitzengefühl aus diesem Duz-Verhältnis wieder herauskommen. Strittig bleibt der von  Bernd Gramlich in <35fdab.db1.ln@tenuki.de> beschriebene Fall: | Typischer Fall: Chef bietet Sekretärin bei Betriebsfeier das Du | an, Sekretärin willigt perplex ein, erträgt das Duzen einen oder | zwei Arbeitstage lang und bittet dann darum, zum Sie | zurückzukehren. Wenn das in aller Freundlichkeit geschieht, fällt | niemandem ein Zacken aus der Krone. Hans-Georg Bickel meinte dazu in : | Die Sekretärin hat ein schlechtes Gefühl, weil sie den Chef | nachträglich doch zurückweist. Der Chef hat ein schlechtes | Gefühl, weil er entweder sich oder der Sekretärin einen Vorwurf | macht. Möglicherweise gibt es deswegen Gerede im Betrieb. Das | Verhältnis zwischen den beiden ist angeknackst. Dem Chef ist ein | Zacken aus der Krone gefallen. Einigkeit herrscht hingegen darüber, daß man aus o. g. Problematik bei Duz-Angeboten (insbesondere solchen am Arbeitsplatz u.ä.) von vornherein besondere Vorsicht walten lassen sollte. 3.3. Die Anrede "Fräulein" Die Anrede "Fräulein" für unverheiratete Damen jedweden Alters blickt zwar auf eine ca. 800 Jahre alte Tradition zurück, sollte heutzutage aber nicht mehr verwendet werden. Sehr viele Frauen fühlen sich durch den in besagtem Wort enthaltenen Diminutiv diskriminiert: unverheiratete Männer werden schließlich auch nicht mit "Herrlein" angeredet. Frauen jedweden Alters und Familienstandes werden heutzutage höflicherweise mit "Frau Nachname" angesprochen. Wenn jedoch eine Dame Wert auf die Anrede "Fräulein" legt, sollte man diesem Wunsch selbstverständlich nachkommen. Gerade am Beispiel der Ablehnung dieser Anrede bzw. dem Wunsch, so angeredet zu werden, zeigt sich übrigens der stets situative Charakter von Höflichkeit: Einerseits schreibt Renata Kussack in <1fpgll6.1kvgh1o1i28x5uN%r.kussack@snafu.de>: | ich kenne bzw. kannte ebenfalls so alte Fräuleins - deren Anliegen | war übrigens durchaus ein feministisches - zum Ausdruck zu bringen, | daß man stets für sich allein gestanden hat -, und nicht etwa die | Aufschrift 'noch zu haben'. Andererseits findet sich auf http://frauensprache.com/ein_plaedoyer.htm | Im Laufe der feministischen Bewegung und selbstbewusst durch | berufliche Tätigkeit wehrten sich unverheiratete Frauen immer häufiger | und stärker, letztlich auch erfolgreich gegen die Anrede "Fräulein", | die sie als diskriminierend empfanden, weil sie im Gegensatz zu der | Anrede für Männer sofort ihren Familienstand enthüllte. Dieser wurde | an der verheirateten Frau und ihrem sozialen Status gemessen und als | "unverheiratete, unversorgte Frau", die "keinen Mann abgekriegt hat", | interpretiert. Wem es widerstrebt, sehr junge Personen mit 'Herr' oder 'Frau' anzusprechen, der kann bis zum Alter von etwa 16 Jahren auch den Kompromiss 'Vorname + Sie' wählen ohne dadurch gleich als unhöflich zu gelten. 3.4. Wer geht wo? Wer geht auf welcher Seite, wenn Mann und Frau gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten? Grundsätzlich gilt, dass es immer ritterlich und höflich ist, eine Dame zu beschützen. Daher hat der Mann stets die "gefährdete" Seite zu wählen, um die Dame vor etwaigem Unbill zu bewahren. Also geht der  Mann auf dem Bürgersteig auf der der Straße zugewandten Seite (Unfälle, Spritzwasser), in öffentlichen Gebäuden geht er vor, um die Tür aufhalten zu können, Treppen aufwärts geht er hinter, Treppen abwärts vor der Dame, um sie im Falle eines Sturzes auffangen zu können usw. Eine Gegenmeinung hierzu ist, daß der Herr Treppen aufwärts aus Gründen der Sittsamkeit vorzugehen hat, um nicht in Gefahr zu geraten, der Dame unter den Rock zu blicken. Der Leser dieser FAQ möge selbst entscheiden, welche Vor- bzw. Nachgehensweise ihm einleuchtender erscheint." | Von höchster Wichtigkeit ist dabei, dass die 'eigene' Dame | uneingeschränkte Priorität gegenüber 'fremden' Damen genießt. (Uwe Dunder in ) 3.5 Bauch oder Po? Vorbeizwängen in engen Sitzreihen Muss man sich in Theater, Konzertsaal, Kino, Oper usw. durch eine Sitzreihe an bereits sitzenden Mitmenschen vorbeizwängen, so wendet man diesen Menschen immer die eigene Gesichtsseite zu, weil es nicht höflich wäre, ihnen den eigenen Hintern zu präsentieren. In der Kirche machen es die meisten Menschen umgekehrt, da dort die Blickrichtung dem Altar gelten sollte. Allerdings vertrat Peter Bruells in durchaus überzeugend eine gegenteilige Ansicht: "Da gehe ich doch lieber weiterhin davon aus, daß halbwegs zivilisierte Gottheiten es verstehen, daß man seinen Mitmenschen nicht den Hintern ins Gesichts drückt." 3.6 "Hatschi!" "Gesundheit" - Höflichkeit beim Niesen Die Frage, wie man sich verhält, wenn eine anwesende Person niesen muß, wurde wiederholt gestellt. Ignoriert man es? Wünscht man 'Gesundheit'? Oder soll der Niesende sich entschuldigen? In den Diskussionen hat sich folgende überwiegende Meinung herauskristallisiert: An öffentlichen Plätzen (U-Bahn, Kaufhaus, Foyer) ignoriert man es. Bei eher offiziellen Zusammenkünften (Besprechung, Vortrag, Restaurant) sollte der Niesende kurz "Entschuldigung!" sagen, weil sich das Niesen ja störend ausgewirkt haben könnte. Wer im privaten, lockeren Kreis "Gesundheit!" sagen möchte, mag dies tun. Torsten Gallus hat in die Situation beim Niesen wie folgt charakterisiert: | Niesen gilt als "Peinlichkeit". Darauf auch noch öffentlich | hinzuweisen, würde die niesende Person brüskieren. Zwei 'Nies-Threads' können nachgelesen werden unter: Message-ID: ff. Message-ID: ff. 3.7 Spaghetti essen Gelegentlich kommt in der Gruppe die Frage auf, wie Spaghetti korrekt gegessen werden. Nur mit der Gabel? Darf man einen Löffel zur Hilfe nehmen? Oder ist es sogar erlaubt, sie mit Messer und Gabel zu schneiden? In Italien werden Spaghetti ausschließlich mit der Gabel gegessen. Renata Kussack in <1fosbri.1krrvax14iuttvN%r.kussack@snafu.de>: | Das kann der Geübte, indem er Spaghetti durch Drehen am Tellerrand | manierlich auf die Gabel befördert. Bei weniger Geübten ist das | Ergebnis allerdings eher desaströs Die Zuhilfenahme eines Löffels ist also ausschließlich für den ungeübten Esser gedacht (etwa vergleichbar der Bereithaltung von Messer und Gabel in einem Chinarestaurant). Wird, wie außerhalb Italiens gelegentlich zu beobachten, zu Spaghetti ein Löffel eingedeckt, so kann dieser auch benutzt werden, wenn man sich ohne dessen Hilfe nicht sicher genug fühlt. Die in Deutschland leider immer noch verbreitete Unsitte, Spaghetti vor dem Verzehr kleinzuschneiden, ist nicht nur wenig manierlich sondern vom ergonomischen Standpunkt aus geradezu idiotisch. Kleingeschnittene Spaghetti sind - egal ob mit Gabel oder Löffel - viel schwieriger zu handhaben als lange. 3.8 Trinkgeld Trinkgeld ist eine in Betrieben des Hotel- und Gaststättengewerbes dem Bedienungspersonal gewährte zusätzliche freiwillige Vergütung. Aber auch in anderen Betrieben (Taxi, Friseur, Spielbank) kann man mit dem Geben von Trinkgeld seine Zufriedenheit mit der erbrachten Dienstleistung ausdrücken. Wenn  man mit der erbrachten Dienstleistung nicht zufrieden war, braucht (und sollte) man selbstverständlich kein Trinkgeld geben. Die Höhe des Trinkgelds ergibt sich aus der Höhe der für die erbrachte Dienstleistung zu zahlenden Rechnung. Üblich sind in Deutschland bis zu 10 % bzw. eine entsprechende Aufrundung des zu zahlenden Rechnungsbetrages. Man sollte bei der Bemessung der Trinkgeldhöhe eventuell daran denken, daß es in vielen Restaurant- und Hotelbetrieben üblich ist, den Angestellten ein im Verhältnis geringeres Grundgehalt zu zahlen, weil sie als im Service tätige zusätzliche Einnahmen durch Trinkgelder zu erwarten haben. Das Trinkgeld gibt man nach Erhalt der Rechnung. Entweder bittet man den Dienstleistenden, den Rechnungsbetrag entsprechend aufzurunden, oder man gibt das Trinkgeld nach Begleichen der Rechnung bzw. läßt es auf dem Restauranttisch liegen. Dem Inhaber oder Geschäftsführer eines Restaurants gibt man üblicherweise kein Trinkgeld. Wenn man aber von den Angestellten dieses Menschen zuvorkommend bedient worden ist, kann man ihm mit einer entsprechenden Bemerkung (z. B.: "Für die Angestellten!") ein Trinkgeld für diese geben, sollte er beispielsweise statt ihrer abkassieren. Will man auch dem Koch oder der Köchin bzw. den Köchen eines Restaurants für ihre überdurchschnittliche Leistung mit einem Trinkgeld danken, so muß man das dem Servicepersonal gegenüber deutlich zum Ausdruck bringen, da es nur in einigen Restaurants bzw. Hotels üblich ist, das Trinkgeld unter allen Angestellten aufzuteilen. Bevor man eine Reise ins Ausland unternimmt, sollte man auf keinen Fall vergessen, sich vorher über die im jeweiligen Reiseland üblichen Trinkgeldgewohnheiten sachkundig zu machen. So erntet man in einigen Ländern beispielsweise totales Unverständnis, wenn man um eine Aufrundung der Rechnung bittet. In anderen Ländern wiederum ist das Bezahlen von Trinkgeld geradezu Pflicht, weil die  Angestellten ausschließlich von einer extra zu bezahlenden "service charge" bezahlt werden. Schließlich ist es in einigen "all inclusive resorts" verboten, Trinkgeld zu zahlen. Dort sollte man auch nicht versuchen, es den Angestellten aufzudrängen, weil man sie durch eine solche Handlungsweise in echte Schwierigkeiten bringen könnte. Auch Handwerkern kann man ein Trinkgeld geben, wenn man mit ihrer Leistung besonders zufrieden war. Ebenso bietet man ihnen, wenn sie sich länger in der eigenen Wohnung/auf dem eigenen Grundstück aufhalten, evtl. Erfrischungsgetränke oder einen kleinen Imbiß an, wenn man mit ihrer Arbeit und ihrem Auftreten zufrieden ist. Diese Form der Höflichkeit kann auch pragmatische Gründe haben. Wie Hans-Georg Bickel in schrieb, motivieren derartige Freundlichkeiten den Handwerker eventuell, "auch kurz nach einer nicht beauftragten Kleinigkeit zu schauen, ohne dies gleich zu berechnen." 3.9 Adeltitel gefällig? Anreden von Würdenträgern Nachfolgend sind die wichtigsten Anredeformen aufgelistet: Prinz (regierendes Haus)     Königliche Hoheit Herzog                       Durchlaucht Fürst                        Durchlaucht Graf                         Graf... Baron                        Baron... Freiherr                     Herr von.../ Baron... Namensadel                   Herr von Rektor (Universität)         Magnifizenz/ Herr Professor Dekan (Fakultät)             Spectabilität/ Spectabilis/                              Herr Professor Professor                    Herr Professor Doktor                       Herr Doktor... Kardinal                     Eminenz Ansonsten werden Amts- und Würdenträger ihrem Titel angesprochen (Herr Bundeskanzler, Herr Abgeordneter, Herr Superintendent etc.) Das Angebot, auf den Titel zu verzichten und sich mit Namen anzureden kann bedenkenlos angenommen werden. Haben beide Gesprächspartner einen Professoren-  oder Doktortitel so wird dieser bei der Anrede weggelassen. 3.10 Andere Länder - andere Sitten Thomas Grüske hat in Message-ID: einige Literaturhinweise zum guten Benehmen in den USA gepostet. Er empfiehlt: | The Rituals of Dinner: The Origins, Evolution, Eccentricities, and | Meaning of Table Manners by Margaret Visser. New York: Penguin Books, | 1991. | | Eleanor Roosevelt's Book of Common Sense Etiquette by Eleanor | Roosevelt. New York: The Macmillan Company, 1962. | | Miss Manners' Guide for the Turn-of-the-Millennium by Judith Martin. | Fireside, 1990. | | Miss Manners' Guide to Excruciatingly Correct Behavior by Judith | Martin. Budget Book Service, 1997. | | Elements of Etiquette: A Guide to Table Manners in an Imperfect World | by Craig Claiborne. New York: William Morrow & Company, 1992. 4. Links http://www.sekretaerinnen.com/formen/formen.html Zahlreiche Hinweise, auch zu Umgangsformen im Ausland. http://home.t-online.de/home/karsten.bartels/links/umgangsformen.html Krawattenknotenbinden, die TOP-10 der Peinlichkeiten und ein 'Knigge-Test' http://www.businessgerman.com/business-knigge/ 25 Tipps für den Umgang im Geschäftsleben in Deutschland http://www.swr.de/100deutschejahre/folgen/23/ Ein interaktiver Kniggetest.